Zurück zum (Kauf-)Glück?

100 Tage Praktikum – ein Rückblick

rlvnt meets #DMWF Europe 2019

Wozu braucht es eigentlich Haltung in der Kommunikation?

Vertrauen, Akzeptanz, Glaubwürdigkeit – Begriffe, mit denen wir tagtäglich als Kommunikationsberater umgehen. Sie sind fester Teil der Grundwährung, auf Basis dessen Unternehmen handeln und fortbestehen. Kommunikation ist hierbei ein wesentlicher Bestandteil, weil sie dazu beiträgt, dass Unternehmen als authentische und glaubwürdige Akteure wahrgenommen werden. Die Frage lautet: Warum dann überhaupt Haltung? Wozu braucht es sie in diesem Kontext?

Die Antwort sollte selbstverständlich sein: Als Teil unserer Gesellschaft haben Unternehmen direkten oder indirekten Einfluss auf das Leben vieler Menschen. Deshalb erwarten immer mehr Menschen, dass sich Unternehmen dieser Verantwortung bewusst werden und sich engagieren. Dies wird in vielen Teilen bereits über CSR oder Sponsoring umgesetzt. Doch klare Haltungen zu aktuell gesellschaftspolitischen Themen bleiben häufig aus, wie wir etwa in Bezug auf den Hambacher Forst oder die Vorfälle in Chemnitz in diesem Jahr sehen.

Dabei zeigt eine aktuelle Studie der Agentur JP KOM: Knapp jeder dritte Deutsche (31,4 Prozent) fordert eine politische Haltung von Unternehmen in der Öffentlichkeit. Dies gilt umso mehr für jüngere Zielgruppen von 18 bis 49 Jahre (34 Prozent) und im Besonderen für Studenten (53,2 Prozent). Haltung scheint also eine Generationsfrage zu sein. Sogar auch bei der Kaufentscheidung: 50 Prozent der Menschen im Alter von 30 bis 39 würden vermehrt von Unternehmen kaufen, deren Haltung sie teilen. Wieso scheuen sich also immer noch viele Unternehmen, obwohl sich eine klare Haltung immer mehr Menschen von ihnen wünschen? Die Zurückhaltung hat sicherlich damit zu tun, dass es für Unternehmen lange als “ungeschriebenes Gesetz” galt, keine politische Haltung zu beziehen, um Vertrauens- und Reputationsverlust zu vermeiden. Dabei kann eine klare Haltung – wenn man sich nur traut – genau dies fördern.

Haltung: Vertrauen durch Glaubwürdigkeit schaffen

Doch wie? Eine klare Haltung dient in Zeiten von VUCA (volatilityuncertaintycomplexity und ambiguity) als Orientierung und stärkt die Markenwahrnehmung: Erfolgreiche Unternehmen bestechen durch einen klaren Wertekompass und klare Markenbotschaften. Zunehmend definieren sich Unternehmen über ihre Werte und fußen auf einer klaren Haltung, z.B. im Bereich Tierschutz oder Nachhaltigkeit. So können sie sich von der Masse abheben und den Unterschied machen. Doch dies impliziert auch: Haltung geht weit über die rein kommunikative Dimension hinaus. Denn Haltung heißt, einer Überzeugung folgen und für diese einstehen. Worte und Taten sind also eng miteinander verbunden. Eine Haltung kann niemals nur leere Worthülse sein, sondern muss im Unternehmen gelebt werden – in all ihren Dimensionen. Umso wichtiger ist: Die Haltung muss zum Unternehmen und zur Strategie passen. Also in der Markenidentität und Unternehmenskultur verankert sein. Denn Haltung beziehen, bedeutet auch „aushalten“ können und dies gelingt nur, wenn Unternehmen wahrhaftig hinter dem stehen, was sie vertreten.

Kommunikationsverantwortliche als Augen und Ohren der Unternehmen

Die Kommunikation starker Botschaften und ein klarer Wertekompass können aber nur die halbe Wahrheit in Sachen Haltung sein. Denn was bringt sie, wenn man nicht bemerkt, was um einen herum passiert? Deshalb sind aktives Zuhören und echtes Interesse an der Außenwelt – auch jenseits wirtschaftlicher Interessen – wesentliche Faktoren, die wir als Kommunikatoren beherzigen müssen. Denn sie sind fester Bestandteil einer Haltung und ermöglichen diese erst. Unternehmen dürfen also nicht taub sein für andere Argumente, müssen aber gleichzeitig ihre Interessen wahren. Hier sind wir als Kommunikatoren und Berater besonders gefragt, diesen Balanceakt zu meistern, da Haltung am Ende auch machbar bleiben muss. Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir aber, der mutige Schritt in die Öffentlichkeit lohnt sich: Denn diejenigen Kunden, die Mut beweisen und Haltung zeigen, werden am Ende mit Aufmerksamkeit und Vertrauen von ihren Stakeholdern belohnt.

#HaltunginderKommunikation #KommunikationmitHaltung #rlvnt #Meinung

Dies ist ein Beitrag von Juliane Gerstenberg zur Blogparade “Haltung in der Kommunikation: Fake oder echter Trend?” initiiert von Meike Leopold. Weitere Informationen dazu hier.

Agenturausflug: rlvnt steht Kopf

Ein Tag als Werkstudent bei rlvnt mit Laura

Seit April unterstützt Laura uns als Werkstudentin in der Agentur, dadurch bekommt sie schon während ihres Studiums die Möglichkeit, Berufserfahrung im Bereich Public Relations zu sammeln. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem Text- und Präsentationserstellung sowie Recherche zu den verschiedenen Themen der Kunden – wir legen viel Wert darauf, den Aufgabenbereich unserer Werkstudenten vielseitig zu gestalten, sodass sie immer Neues dazulernen können.

Ich kann mir meine Arbeitszeiten flexibel einteilen, sodass sie mit der Uni gut vereinbar sind. Laura

Laura ist bis zu 15 Stunden in der Woche bei uns tätig, die Arbeitszeit kann sie dadurch perfekt an den Stundenplan in der Uni anpassen. Heute nimmt sie uns auf Snapchat mit und erzählt, wie ein typischer Tag als WerkstudentIn bei rlvnt so aussieht:


Ein guter Start in den Tag

Morgens fahre ich meist mit dem Fahrrad ins Büro. So kann ich Energie für den Tag tanken, komme so aber nach Feierabend auch am schnellsten zum Uni Campus. Für einen guten Start in den Tag gibt es an der büroeigenen Kaffeebar immer leckeren Kaffee und dazu einen kurzen Austausch unter Kollegen – am beliebtesten ist dabei, neben PR-relvanten Themen, auch der neuste Klatsch aus diversen Trash-TV-Sendungen. 

Danach checke ich meine Mails und schaue in den Terminkalender, um mir eine To-Do-Liste für den Tag zu schreiben. Heute stehen eine Präsentationserstellung, ein Meeting mit unserem Grafiker sowie ein Brainstorming auf dem Plan. Meistens bleibe ich vier bis fünf Stunden am Tag im Büro. Genug Zeit, alle anstehenden Aufgaben zu bearbeiten. Ich beginne direkt mit der Präsentation, die Recherche dazu habe ich bereits in den letzten Tagen fertiggestellt.  Nun müssen die Inhalte nur noch verständlich und ansprechend dargestellt werden, damit sie bis zum Ende der Woche bei unserem Auftraggeber liegen.

Mehr als nur Büroarbeit

Eine Stunde später klingelt es an der Tür: der Grafiker ist da. Wir werden einige Vorführmodelle für Produktverpackungen gestalten, die unser Kunde schon morgen früh in München erwartet – eine nette und kreative Abwechslung zur täglichen Schreibtischarbeit. Die vom Grafiker vorbeireiten Schablonen passen exakt auf die Leerverpackungen und wir werden schneller fertig als geplant.

Nun liegt es am Kurier, unsere Arbeit pünktlich zum Kunden zu liefern. Während die Muster auf dem Weg nach Süddeutschland sind, bin ich schon im nächsten Meeting. Gemeinsam mit drei meiner Kollegen sitze ich im „Konfi”, unserem Besprechungsraum mit einer riesigen Tafelwand, die sich ausgezeichnet dafür eignet, Gedanken zu sammeln, aufzuschreiben und zu vertiefen. Für einen neuen Kunden werden wir die nächste Stunde brainstormen und gemeinsam an kreativen Ideen für eine Kampagne arbeiten. Zusammenhalt und Teamwork sind zwei der Dinge, die mir bei rlvnt sehr gut gefallen. Wir arbeiten in kleinen Teams an verschiedenen Projekten, sodass jeder seine Stärken einbringen kann und wir gemeinsam das Bestmögliche für unsere Kunden herausholen.

Es ist spannend für sowohl regionale, als auch internationale Kunden zu arbeiten. Langeweile kommt dabei nicht auf. Laura


Nicht ohne mein Team !

Nach dem Brainstorming macht sich langsam der Hunger bemerkbar, gutes Timing für die Mittagspause, die wir immer alle zusammen in unserem Pausenraum verbringen. Vor Kurzem haben unsere rlvnt Kitchen stories wieder gestartet. Das bedeutet, jeden Freitag kocht eine Person aus dem Team für  alle sein Lieblingsgericht. Das ist nicht nur sehr lecker, sondern stärkt auch die Gemeinschaft. Nach der gemeinsamen Mittagspause ist für mich bereits Feierabend, zumindest hier im Büro. Tatsächlich habe ich noch ein Seminar in der Uni. Ich packe also meine Sachen, verabschiede mich von den Kollegen und fahre Richtung Campus. Dabei freue ich mich schon wieder auf den nächsten Tag.

 

 

 

Danke an meine Kollegen für die Hilfe bei der künstlerischen Untermalung des Beitrags durch Selfies. 😉