Die ersten 2 Monate Praktikum bei RLVNT.AI

Als Psychologie-Absolventin bei einer Agentur für KI in der Unternehmenskommunikation arbeiten? Was erstmal ungewöhnlich klingt, macht bei genauerem Hinsehen absolut Sinn. Denn die vielen Schnittstellen zwischen Kommunikation und Psychologie bilden die Grundlage dafür, wie wir mit neuen Technologien umgehen. RLVNT.AI als Agentur, die Zukunft durch KI gestaltet bietet mir genau den Raum, um dieses Wissen praktisch zu erleben. Nach zwei Monaten kann ich sagen: Die Kombination ist herausfordernd, manchmal frustrierend, aber vor allem bereichernd.  

Warum KI, Kommunikation und Psychologie zusammengehören 

Nach meinem Bachelor in Psychologie wollte ich bewusst raus aus der Theorie und rein in die Praxis. Während des Studiums entdeckte ich mein Interesse an der Unternehmenskommunikation, besonders dort, wo psychologische Konzepte auf Kommunikationspraxis treffen. Wie beeinflusst Wahrnehmungspsychologie Markenidentität? Welche Rolle spielen Emotionen im Storytelling? Wie motiviert man Menschen in interner Kommunikation? Psychologische Erkenntnisse über das Erleben und Verhalten der Menschen verändern maßgeblich, wie erfolgreiche Kommunikation funktioniert und Beziehungen aufgebaut werden können. 

Künstliche Intelligenz verändert diese Kommunikation gerade fundamental. Doch bei aller Technologie bleibt eine Frage zentral: Wie erreichen wir Menschen wirklich? Genau hier liegt die Schnittstelle: KI-Tools sind mächtig, aber nur wenn wir verstehen, wie Menschen denken, fühlen und Informationen verarbeiten, können wir sie sinnvoll einsetzen. RLVNT.AI bot mir die perfekte Möglichkeit, diese drei Welten zu verbinden. 

Ankommen im Team: Mehr als nur Kaffee kochen 

Das Wichtigste vorweg: Bei RLVNT.AI bist du kein „typischer Praktikant“, der nur danebensteht – du bist vom ersten Tag an mittendrin. Ich war von Anfang an Teil des Teams, eingebunden in echte Kundenprojekte.  

Besonders geholfen hat mir das Buddy-Konzept. Jeder Praktikant bekommt einen persönlichen Buddy: eine feste Ansprechperson, die einen während des gesamten Praktikums begleitet, Fragen beantwortet und beim Einarbeiten unterstützt. Das hat den Einstieg enorm erleichtert. 

Die ersten Wochen waren geprägt von:  

  • Teilnahme an Kundenmeetings und internen Workshops 
  • Eigenverantwortliche Aufgaben von Anfang an 
  • Einführung in Tools wie ChatGPT, Claude und interne Projektmanagement-Systeme 
  • Kennenlernen der Kundenprojekte und Agenturprozesse 

Natürlich gab es Herausforderungen:  

  • neue Begriffe wie „Agentische Workflows“, „KI-Assistenten“ oder „GAIO“ (Generative AI Optimization), unbekannte Tools und Arbeitsabläufe 
  • die erste Präsentation vor dem Kunden, welche dann zu oberflächlich oder nicht kundenspezifisch genug war  
  • das Treffen des richtigen Wordings beim Erstellen von Posts für die Social-Media-Kanäle 

Aber die Lernkurve war steil – im positiven Sinne. Und das Team hat immer ein offenes Ohr, egal wie grundlegend die Frage war. 

Arbeitskultur: Hybrid, herzlich, humorvoll 

Die hybride Arbeitsweise ermöglicht es, flexibel zu wählen: konzentriert im Homeoffice oder kollaborative Energie im Office. An Office-Tagen essen wir gemeinsam zu Mittag, tauschen uns über Projekte und Alltägliches aus, und am Nachmittag gibt es oft einen gemeinsamen Kaffee an der Kaffeebar. 

Was mir besonders aufgefallen ist: Hier wird viel gelacht. Kein Meeting vergeht ohne eine kleine Anekdote oder einen humorvollen Kommentar. Das macht die Zusammenarbeit nicht nur angenehmer, sondern auch produktiver. Ich habe mich schnell als Teil des Teams gefühlt, nicht als „die Praktikantin“. 

Meine Projekte: Von Workshops bis Sprachprofilen 

Die Arbeit in einer Agentur bedeutet Vielfalt. Ich arbeite parallel an mehreren Kundenprojekten und unterstütze zusätzlich die Agenturkommunikation. Das klingt nach viel und das ist es auch. Aber genau diese Abwechslung macht den Lerneffekt so groß. 

Workshop-Entwicklung und PowerSessions 

Eine meiner Hauptaufgaben ist die Entwicklung und Überarbeitung von Workshops und PowerSessions für unsere Kunden. Dabei lerne ich kontinuierlich neue KI-Tools kennen: von Klassikern wie ChatGPT und Gemini über Bildgeneratoren wie Nano Banana bis hin zu spezialisierten Tools für Video, Audio und Datenanalyse. 

Ich teste diese Tools, bereite sie didaktisch auf und präsentiere sie in Kundensessions. Dabei schlüpfe ich in die Rolle der Beraterin. Ich erkläre nicht nur, wie ein Tool funktioniert, sondern warum es für die spezifische Kommunikationsstrategie des Kunden relevant ist. Mein psychologischer Hintergrund hilft mir zu verstehen, wie Menschen lernen, mit neuen Technologien umgehen, welche Faktoren ihr Verhalten beeinflussen, welche Widerstände auftreten und wie wir diese abbauen können.  

Sprachprofile: Wo Psychologie konkret wird 

In einem Projekt durfte ich ein umfassendes Sprachprofil für einen Kunden entwickeln. Dabei geht es darum, die Tonalität, Wortwahl und Kommunikationsmuster einer Marke oder Person so präzise zu definieren, dass KI-Tools diese authentisch reproduzieren können. 

In dieser Aufgabe konnte ich meine psychologische Expertise voll einbringen. Ich analysierte bestehende Kommunikation, identifizierte Muster, definierte Zielgruppenmerkmale und übersetzte all das in konkrete Anweisungen. Psychologische Konzepte wie Persönlichkeitsmodelle, Kommunikationstheorien und Zielgruppenanalyse waren dabei unverzichtbar. Beispielsweise habe ich die Theorie der drei Grundmotive der Psychologie nach McClelland angewendet. 

GAIO: Die Zukunft der Auffindbarkeit 

Ein weiteres Projekt beschäftigte sich mit Generative AI Optimization (GAIO), eine wichtige Ergänzung zu SEO, wenn du auch in KI-Systemen sichtbar sein willst. Während SEO darauf abzielt, bei Google gut zu ranken, geht es bei GAIO darum, in den Antworten von KI-Suchmaschinen genannt zu werden. Dieses Projekt hat mein Verständnis für KI-Technologie deutlich vertieft und mir gezeigt, wie dynamisch sich dieser Bereich entwickelt. GAIO wird in den kommenden Jahren massiv an Bedeutung gewinnen – umso wertvoller ist es für mich, schon jetzt praktische Einblicke und ein fundiertes Verständnis dafür zu haben. 

Social Media und Agenturkommunikation 

Neben meinen Projektaufgaben arbeite ich aktiv an der Content-Erstellung für unsere Social-Media-Kanäle mit. Dabei geht es nicht nur um Posts, sondern um die Kunst, komplexe KI-Themen so zu erzählen, dass sie Neugier wecken, inspirieren und verständlich bleiben. Diese Verbindung aus strategischem Denken, Kreativität und psychologischem Feingefühl ist eine Fähigkeit, die in der Praxis der Unternehmenskommunikation unbezahlbar ist. 

Meine Learnings  

Hardskills 

  • KI-Tools beherrschen: Von Prompt Engineering über Bildgenerierung bis hin zu KI-gestützter Datenanalyse 
  • Strategische Beratung: Wie man KI-Lösungen kundenspezifisch aufbereitet und präsentiert 
  • Projektmanagement: Mehrere Projekte parallel koordinieren und Deadlines einhalten 
  • Content-Erstellung: Workshops konzipieren, Präsentationen gestalten, Social-Media-Beiträge verfassen 

Softskills 

  • Eigenverantwortung: Projekte selbstständig vorantreiben und Entscheidungen treffen 
  • Kommunikation: Komplexe Themen verständlich erklären – für Kunden und intern 
  • Anpassungsfähigkeit: Schnell auf neue Anforderungen und Tools reagieren 
  • Teamarbeit: In einem dynamischen, hybriden Team effektiv zusammenarbeiten 

3 Keylearnings 

  1. Unsicherheit gehört dazu – Fragen stellen auch
    Du musst nicht alles wissen, bevor du anfängst. Ich habe in der ersten Woche mehr gefragt als gearbeitet. Und das war gut so. Ein Praktikum ist genau dafür da: lernen, Fehler machen, über sich hinauswachsen.
  2. Initiative macht den Unterschied
    Wer nur Aufgaben abhakt, lernt wenig. Wer Fragen stellt, eigene Ideen einbringt und aktiv mitdenkt, lernt exponentiell mehr. Das bedeutet aber auch: aus der Komfortzone raus.
  3. Hardskills ohne Softskills sind wertlos
    Ich kann die besten Prompts schreiben, wenn ich sie nicht verständlich präsentieren kann, bringt es nichts. Technisches Know-how ist wichtig, aber ohne Kommunikationsfähigkeit, Empathie und strategisches Denken bleibt es Theorie.

 

Zwischenfazit: Psychologie und KI, eine Zukunftskombination 

Mein Praktikum bei RLVNT.AI zeigt einmal mehr, dass Psychologie, KI und Kommunikation keine Gegensätze sind, sondern sich ergänzen. Technologie wird nur dann wirklich relevant, wenn sie menschliche Bedürfnisse versteht und bedient. Und genau dafür braucht es Menschen, die alle Welten sprechen. 

Wenn du überlegst, ein Praktikum in der KI- oder Kommunikationsbranche zu machen: Trau dich, auch wenn dein Hintergrund auf den ersten Blick nicht „perfekt“ passt. Oft sind es gerade die ungewöhnlichen Kombinationen, die den größten Mehrwert schaffen. 

Du interessierst dich für ein Praktikum bei RLVNT.AI? Schau auf unserer Karriereseite vorbei oder melde dich direkt bei uns. Wir freuen uns auf deine Bewerbung! 

 

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