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rlvnt auf dem IDN-Blvd 2019

Pflichtpraktikum Public Relations (m/w/d)

Content Marketing Manager (m/w/d)

Initiativbewerbung

Social Media & Community Manager (m/w/d) ab sofort

rlvnt auf dem Ideen-Boulevard 2018

Wir alle sind #hannoverbunden

Storydoing: Rein ins Abenteuer

Ich habe lange überlegt, wie ich diesen Text aufbaue. „10 Dinge, die man bei Image-Kampagnen beachten muss“ hat jeder mittlerweile schon tausend Mal gelesen, aber das passt nicht zu uns und unseren Kunden. Wir leben die Philosophie des Storydoings. Wer Menschen heute erreichen möchte, muss sie berühren, für sie relevant sein. Menschen dazu bewegen, etwas zu empfinden, Emotionen wie Freude, Genuss oder Aufregung erzeugen, sodass sie eine Gänsehaut bekommen, das sind die Motoren, die Menschen für eine Marke oder ein Produkt begeistern. Wie Walt Disney einst sagte: „Wenn dir jemand nicht mehr aus dem Kopf geht, gehört er in dein Herz.“

Meine Reise zum Mittelpunkt des Storydoing!

Aber was bedeutet es eigentlich, nicht nur über etwas zu reden, sondern es wirklich zu leben? Unser Kunde, die Privatbrauerei Herrenhausen, feiert in diesem Jahr 150-jähriges Jubiläum. Im August 2017 ging die Planung los. Die zentrale Frage war: Wie machen wir den 150. Geburtstag von „Herri“ – so der liebevolle Spitzname der Hannoveraner für das Premium Pilsener der Privatbrauerei Herrenhausen – zu etwas ganz Besonderem. Wie können wir etwas schaffen, das sich in den Köpfen der Menschen festsetzt? Dabei ging es nicht nur ums Feiern, die Brauerei wollte sich darüber hinaus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen und etwas zurückgeben. Wir alle kennen „Trinken für den Regenwald“, aber zu „Herri“ passt das beim besten Willen nicht. Da „Herri“ eine echte Lovebrand hier in Hannover ist, sollte das Jubiläum auf jeden Fall in Zusammenhang mit der Stadt stehen.

Ich selbst lebte zu der Zeit allerdings erst seit zwei Monaten in Hannover und hatte absolut keine Ahnung, was das Besondere an dieser Stadt ist oder was sie ausmacht. Also sind wir auf die Straße gegangen, haben Interviews geführt und die Bars, Kneipen und Kultclubs abgeklappert. Eine Feldstudie quasi 😉 Dann nach einigen Brainstorming-Runden, vielen Papierkorb-Ideen und der ein oder anderen langen Nacht mit „Herri“ hatten wir eine erste Idee.

Die Helden-Story

„Wir brauchen einen Monomythos, eine echte Helden-Story.“ In unseren Köpfen fing es sofort an zu rattern: Gladiator, Bad Man, Troja… Die Geschichten der großen Helden unserer Kindheit. Sie sind ein Teil unseres kollektiven menschlichen Gedankenguts. Keine andere Art von Geschichten beeinflusst uns so sehr wie Heldengeschichten. Ihre tiefgehende Wirkung spricht unsere innersten Gefühle an und erzeugt bei jedem bestimmte Bilder im Kopf. Jeder kann sich direkt mit seinem Helden identifizieren. So wird die Geschichte von der Reise des Helden zur eigenen.

„Also, Herri in ‘ner Rüstung.“

Nein, so natürlich nicht. Da wir keinen Joker als Gegner aus dem Hut ziehen konnten, haben wir einmal einen Blick zurück gewagt. Denn jeder Held braucht eine Hürde, eine Aufgabe, die er erfolgreich bewältigen muss.

Zack gefunden!

Vor knapp acht Jahren hat niemand an eine Zukunft für die Privatbrauerei Herrenhausen geglaubt. 2010 ist die Brauerei mit einer horrenden Summe in die Insolvenz geraten. Daraufhin haben sich die Hannoveraner gemeinsam für den Erhalt ihrer Marke eingesetzt. Über 6.500 Leute haben sich über Facebook-Gruppen vernetzt und dezentral in Hannover getroffen, um die Brauerei zu unterstützen. Ohne die Hilfe der Fans und der neuen Eigentümerfamilie würde es die Herrenhäuser Brauerei heute in dieser Form wahrscheinlich nicht mehr geben. Die Solidarität, die der Brauerei in dieser schweren Stunde entgegengebracht wurde, war perfekt für unsere Helden-Story und hätte kein Autor besser schreiben können.

So weit, so gut. Aber was jetzt?

Wir wollten nichts erfinden, sondern mit der Marke aktiv werden, anpacken, die damals entgegengebrachte Solidarität in gleichem Maße zurückgeben und Danke sagen. Etwas Nachhaltiges schaffen, keine Eintagsfliege.

Und da war sie plötzlich: Die Idee der Ideen – anders, heldenhaft, verbunden mit der Stadt.

Gemeinsam wollen wir diejenigen, die tagtäglich in dieser Stadt Unglaubliches leisten, unterstützen. Wir schaffen eine Plattform von und für Hannover, die lokalen und ehrenamtlichen Projekten, die sonst über keine Stimme in der Öffentlichkeit verfügen, Gehör verschafft. Einen Namen hatten wir auch relativ schnell gefunden: hannoverbunden. Danke für den tollen Namen an Jan Jaspersen von Dievision!

Wow, das gab es so noch nie!

Aber damit das ganze Projekt von Anfang an Fahrt aufnehmen kann, brauchten wir Partner. Klinkenputzen war also angesagt. Doch unser Vorhaben wurde super aufgenommen, sodass wir schnell eine Vielzahl an Unterstützern an unserer Seite hatten.

  • Stefan Schostok, Oberbürgermeister der Stadt Hannover und Schirmherr des Projekts,
  • Reinhold Fahlbusch, Vorsteher der Johann Jobst Wagnerschen Stiftung,
  • Tobias Kunze, Poetry-Slammer und Autor,
  • Oliver Perau, Sänger von Terry Hoax und Mitglied von Klang und Leben,
  • Monika Stadtmüller, Vorsitzende des Seniorenbeirats,
  • das PLATZprojekt
  • Katharina Rünger, Direktionassistentin der Museen für Kulturgeschichte Hannover,
  • Alice Moser, Kulturbüro Hannover für UNESCO City of Music,
  • Radio21,
  • das Team vom SNNTG-Festival,
  • Turn-Klub Hannover (größter Verein Hannovers),
  • Astor Grand Cinema (Deutschlands größtes Premiumkino),
  • Hannover Indians (Kult-Eishockeyklub aus Hannover),
  • DESiMO (Comedy, Kabarett, Kleinkunst Hannoveraner),
  • das Fahrgastfernsehen (Trailer in jeder U-Bahn und jeder Station)
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Doch wie starten wir die ganze Aktion und bringen ganz Hannover zusammen?

Liebeserklärung an Hannover – Herri verschickt Liebesbriefe

Am 24. Mai 2018 wurde ein Brief an 145.000 Haushalte in Hannover verschickt. Es handelte sich dabei um einen Liebesbrief an die Stadt, geschrieben von Tobias Kunze, einem der bekanntesten Poetry-Slammer Hannovers. Es ging darum, die Liebe von Herri zu dieser besonderen Stadt zu bekunden. Und eben weil Herri Hannover liebt, mit allen Ecken und Kanten, soll dieser wunderbaren Stadt etwas Gutes getan werden. Alle Hannoveraner wurden mit dem Brief dazu eingeladen, diese Liebe zu teilen. Die Resonanz auf den Social Media-Kanälen war überwältigend. Von purer Begeisterung bis hin zu wehmütigen Reaktionen von fortgezogenen Hannoveranern. Der Brief war gleichzeitig eine Einladung zum großen Jubiläumsfest der Privatbrauerei Herrenhausen auf dem Kröpcke – dem offiziellen Startschuss des Jubiläums und der Website hannoverbunden.

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Dann kam der Tag der Tage: Mitten in der City stellte die Brauerei ihr Vorhaben und die neu geschaffene Plattform hannoverbunden vor. Im Anschluss wurde gemeinsam mit den Hannoveranern zur Musik der hannoverschen Kultbands Terry Hoax und Ich kann fliegen gefeiert. Ein ganz besonderer und denkwürdiger Abend mit mehr als 5.000 Menschen und ein gelungener Einstieg in das Jubiläumsjahr.

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Das Ergebnis: Eine Medienreichweite von 45 Mio., eine digitale Out-of-Home-Reichweite von 6,5 Mio., 2.000 Zugriffe auf die Website am Tag danach. Und das war nur der Anfang, denn die Kampagne geht noch das ganze Jahr weiter – mit vielen tollen Geschichten und Highlights und gemeinsam mit der neuen Community. Es ist beeindruckend, wie solidarisch die Menschen in dieser so unterschätzten Stadt sind.

Fazit

Storydoing funktioniert. Marken müssen da sein, wo ihre Zielgruppe ist. Niemand mag erfundene Geschichten – echte Erlebnisse und echte Helden schaffen langfristig Begeisterung, Sympathie und Aufmerksamkeit. So können wir unsere Zielgruppen nicht nur begeistern, sondern kreieren inspirierende Metastorys, die Unternehmen auf die nächste Stufe heben und sie von Erzählern in tatsächlich Handelnde verwandeln.

Gruß die rlvnts

Autor: Nils Feuser

Unsere Top-Themen zum Jahr 2018

Was bringt das Jahr 2018?

Die großen Buzzwords wie Digitalisierung und Augmented und Virtual Reality, die aktuell die Kommunikationsbranche verändern und bewegen, stehen natürlich auch bei uns auf der Agenda. Aber was ist wirklich neu daran? Eigentlich nur die Technik, denn die Kommunikation bleibt bestehen. Denken wir einmal zurück an die Entstehung unserer Zunft, als Mad Man in den 60ern von Plakat-Werbung zu Film wechseln musste. Mit Whiskey und Zigarette in der Hand und auf die NYC Skyline blickend musste er sich plötzlich neue Wege überlegen, mit den Menschen zu kommunizieren. Doch dann wurde schnell klar, dass diese neue Art von Interaktion und Kommunikation ungeahnte Möglichkeiten bietet. Genauso ist es heute auch –  was bleibt, ist die Kommunikation. Wir ändern nur die Art zu sprechen, aber sprechen werden wir immer.

Unsere Branche wandert seit Jahren zunehmend aus dem klassischen Printsektor in die digitale Welt: Informationen müssen immer schneller und kleinteiliger aufbereitet werden. Content – das Buzzword 2017. „Wir können alles verkaufen, solange wir eine gute Geschichte dazu erzählen können.“ Aber ist es wirklich so? Ja, denn Produkte verkaufen sich heute nicht mehr nur weil sie da sind. Menschen wollen von einer Marke überzeugt und vor allem emotional von ihr in den Bann gezogen werden. Unsere Branche muss mit dem Wandel der Zeit gehen und darf sich nicht wie Mad Man darüber echauffieren, dass eine Verschiebung der Medien stattfindet.

Kommunikatoren müssen sich in der heutigen Zeit in die jeweiligen Zielgruppen einfühlen und mit ihr interagieren. Wir dürfen nicht mehr einfach nur stören – wir müssen nahtlos mit unseren Zielgruppen eins werden, für sie greifbar werden und unseren Marken eine Persönlichkeit geben. DON´T BE JUST FUNNY, BE RLVNT! Das ist nicht nur in diesem Jahr unser Ziel. Dieser Herausforderung stellen wir uns als inhabergeführte Kommunikationsagentur schon seit der Gründung. Wir begeben uns auf eine Ebene mit den Zielgruppen unserer Kunden und versuchen, ihre Interessen und Wünsche zu verstehen. Nur so können wir Kommunikationsstrategien entwickeln, die langfristig ausgelegt sind und Marken wachsen lassen.

Unsere Top-Themen

Anpfiff und GO: Auftakt für das Jahr 2018. Und nicht nur die WM ist das große Highlight in diesem Jahr. Nein, weit gefehlt! Auch bei uns jagt dieses Jahr ein spannendes Projekt das nächste und wir freuen uns auf jede Menge neue Herausforderungen. Drei Themen werden uns in diesem Jahr besonders umtreiben:

Thema 1: Die redaktionelle Transformation von Kommunikationsabteilungen

Ja, man könnte es auch digitale Transformation nennen. Aber das eigentlich Spannende ist doch, dass viele Unternehmen vor dem Hintergrund der notwendigen Professionalisierung ihrer Kommunikation mittlerweile abteilungsübergreifende redaktionelle Prozesse einführen. Der aus den Medien bekannte Newsroom ist hier eine perfekte Vorlage für Strategie-, Struktur- und Organisationsprozesse, die vor allem von B2B-Unternehmen angeschoben werden. Aber auch im B2C-Bereich bietet er Unternehmen die Möglichkeit, abteilungsübergreifende Kommunikation zu realisieren und diese in einer einheitlichen CI und CD auszuspielen.

Wir haben dieses Jahr die spannende Aufgabe, gleich mehrere Unternehmen auf diesem Weg zu begleiten (mehr dazu in Kürze). Dabei stützen wir uns auf unsere Erfahrungen aus vergangenen Kundenprojekten sowie auf die langjährigen Erfahrungen von Matthias Biebl, die er als Kommunikationsverantwortlicher bei McDonald’s und Danone gesammelt hat. Matthias Biebl: „Eine erfolgreiche Newsroom-Implementierung basiert auf der Individualität jedes Unternehmens. Jeder dieser Prozesse ist stark abhängig von der Unternehmensstruktur. Allen gemein ist jedoch die Tatsache, dass es sich in erster Linie um einen internen Stakeholderprozess handelt, denn ohne die Bereitschaft zur abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit funktioniert es mit dem Newsroom nicht.“

Thema 2: Datenbasierte Media Relations

Auch die Media Relations erleben eine Transformation. Media Relations mögen im Vergleich zum Storytelling merklich weniger „sexy“ erscheinen. Nichtsdestotrotz spielen sie auch im heutigen Zeitalter eine wesentliche Rolle im PR-Instrumentarium.

Aber warum ist das so?

  • In der immer größer werdenden Content-Flut erhält der etablierte Medienmarkt wieder eine wichtige Funktion, besonders wenn es um die Einordnung unabhängiger Information geht. Im Gegensatz zu Sascha Pallenberg glauben wir, dass sich Kommunikation noch immer durch einen bunten Mix an Plattformen auszeichnet und Menschen sich sehr viel differenzierter die für sie notwendigen Informationen beschaffen als wir denken. Wir können nicht einfach nur in schwarz und weiß denken. Auch starke Unternehmesmarken brauchen unabhängige Plattformen, die über sie berichten und das sind heute mehr als in den letzten 5 Jahren die klassischen Medien. Aber Obacht: Wir sprechen nicht nur von Print, denn auch die großen Medienhäuser durchlaufen die digitale Transformation.
  • Media Relations sind aus der Perspektive von SEO und Performance-Marketing eine mächtige und wertvolle Waffe und unterstützen die Lead-Generierung ungemein. Durch die digitale Transformation kommen plötzlich Bereiche zusammen, die zuvor nur wenig miteinander zu tun hatten. SEO-optimierte Pressemeldungen haben heute die Chance, ein ganz neues Level in Sachen Reichweiten und Lead-Generierung zu erreichen.

Aber was bedeutet denn nun eigentlich datenbasierte Media Relations? Medienhäuser verlassen sich heute immer seltener auf die journalistische Erfahrung ihrer Redaktionen, wenn es um die Auswahl und Platzierung von Geschichten geht. Vielmehr entscheiden sie auf der Grundlage von Daten. Engagement- und Reichweitenzahlen werden essenzielle Faktoren zur Beurteilung der Qualität journalistischer Texte. Eine Geschichte, die online funktioniert, hat beste Chancen, auch ins Blatt gehoben zu werden. Kommunikation basiert heutzutage auf Algorithmen – genauso wie Suchmaschinen und Social Media Plattformen, die immer schlauer werden, wenn es darum geht, irrelevante Inhalte aus Content-Streams herauszufiltern. Ohne vernünftige Datengrundlage kann Agenturberatung daher heute nicht mehr funktionieren. Eine Idee muss die jeweiligen Relevanzfilter der Marken und Zielgruppen durchlaufen. Wir müssen verstehen, wie wir Daten nutzen können, um die Zielgruppen unserer Kunden zu verstehen. Mit diesem Thema beschäftigen wir uns zurzeit sehr intensiv. Viele Informationen sind bereits verfügbar. Doch das Spannende ist, den großen Wust an Daten intelligent miteinander zu verknüpfen um daraus die wirklich relevanten Schlüsse zu ziehen. Noch haben wir das ideale Setting hierfür nicht gefunden. Aber unser Digital-Team arbeitet an einer interdisziplinären Lösung.

Thema 3: Digitale Markenführung in Franchise-Systemen

Zugegeben, ein sehr spezielles Thema, das sehr mit der Herkunft unserer Geschäftsführer und unserer derzeitigen Arbeit für McDonald’s Franchise-Nehmer zu tun hat. Bereits vor zwei Jahren hat Matthias Biebl dazu einen Workshop beim Deutschen Franchise-Institut gehalten, denn wir sind der festen Überzeugung, dass sich das Thema Markenführung in Franchise-Systemen gravierend verändert hat. Wer die immanente Viralität eines Franchise-Systems begriffen hat und diese zu nutzen weiß, kann sich eine starke Wettbewerbsposition aufbauen und aus einem vermeintlichen Nachteil einer Organisationsstruktur mit dezentralen Vertriebsstrukturen einen Vorteil gegenüber rein digitalen Vertriebsformen machen.

Franchise-Systeme leben davon, dass sie ein Verbund aus zahlreichen mittelständischen, lokalen bzw. regionalen Unternehmen und Unternehmern sind. Lokale Relevanz ist also Teil der DNA und eine Stärke, über die Amazon & Co. in dieser Form nicht verfügen.

Die große Herausforderung: Um relevante und erfolgreiche Social Media-Kommunikation auf lokaler Ebene zu betreiben (und zu finanzieren), ist ein Mindestaufwand erforderlich, der die meisten Franchise-Nehmer zeitlich wie finanziell meist überfordert. Hier ist also eine smarte Lösung gefragt. Unsere wollen wir in Kürze ausrollen.

Ihr seht, das Jahr 2018 wird in jeder Hinsicht spannend!

Gruß die rlvnts

Autoren: Matthias Biebl u. Nils Feuser

Kommunikationskongress 2017: Wir hätten ein Zeichen setzen können!

Besser hätte der Kommunikationskongress gar nicht beginnen können: Mit EnBW-Chef Frank Mastiaux tritt der CEO eines namhaften deutschen Unternehmens auf die Bühne, der in seiner Eröffnungs-Keynote betont, dass Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg des erfolgreichen Wandlungsprozess seines Unternehmens war. Ebenso, wie das gute und enge Vertrauensverhältnis zu seinem Kommunikationschef. Bäng, das war ein starker Auftakt und das seltene Bekenntnis eines Vertreters aus der obersten Chefetage, das unserem Selbstverständnis entspricht.

Doch so groß die Begeisterung über Mastiaux’ Vortrag auch war, so wenig ist es uns gelungen, daraus einen Impuls für den Rest der Veranstaltung mitzunehmen. Dies liegt in erster Linie am Format des Kommunikationskongresses selbst, der starr einer vorbereiteten Agenda folgt und noch nicht einmal ein wirkliches Resümee vorsieht. Daran ändern leider auch neue Formate wie die Comms Safari zu spannenden Orten in Berlin nichts.

So ging es in darauffolgenden Diskussionen, Workshops, Best Practice-Präsentationen und Impulsvorträgen im wesentlichen um die wichtige Frage, was relevante (so das diesjährige Leitthema) Kommunikation heute ausmacht. Jedoch blieb die mindestens ebenso spannende Frage weitgehend unbeantwortet, wie es in Unternehmen ohne einen Frank Mastiaux gelingen kann, als Kommunikationsabteilung den Stellenwert zu erreichen, den sie verdient.

Die #PR muss zum #Influencer im eigenen Unternehmen werden.

Gleich mehrfach und aus unterschiedlichen Perspektiven wurde das Thema Influencer Relations behandelt – wie es aber gelingen kann, dass die Kommunikationsabteilung selbst zu einem Influencer im eigenen Unternehmen wird, blieb als Thema außen vor. Und hier geht es um weit mehr, als das gerne diskutierte Verhältnis zwischen Marketing- und Kommunikations-Abteilung.

Machen wir uns nichts vor: Spätestens, wenn es Meinungsverschiedenheiten mit den Juristen im Haus gibt, verlieren die Empfehlungen aus der Kommunikationsabteilung schnell ihre Bedeutung. Sollen Medienanfragen aus Rücksicht auf ein laufendes oder drohendes Gerichtsverfahren mit ‚Kein Kommentar’ beantwortet werden, obwohl eine offene Kommunikation in diesem Moment Vertrauen aufbauen würde? Ist es richtig, bei Produktentwicklung und -beschreibung aus Kostengründen sämtliche rechtlichen Spielräume auszureizen, selbst wenn dies unter kritischen Gesichtspunkten als Verbrauchertäuschung ausgelegt werden könnte? Sollen die Rechte des Unternehmens mit allen Mitteln gegen eine vermeintlich schwächere Partei durchgesetzt werden?

Gerade angesichts neuer Möglichkeiten und Spielregeln in digitalen und sozialen Kommunikationsräumen sowie gestiegener Einflussmöglichkeiten von Verbrauchern und Stakeholdern haben Reputationsrisiken heute eine entscheidende Bedeutung für Unternehmen. Das haben CEOs bereits 2014 in einer von Deloitte durchgeführten Studie zu Protokoll gegeben. Zu einer gravierenden Veränderung in der strategischen Rolle der Unternehmenskommunikation hat dies jedoch nicht geführt.

#Kommunikation ist Teil der strategischen Unternehmensführung.

Die Chancen für die Kommunikationsverantwortlichen, mehr Einfluss auf strategische Unternehmensentscheidungen zu nehmen, waren noch nie so groß wie heute. Oder sich sogar – ebenso wie die Personalchefs vor einigen Jahren – einen Platz in den Vorstandsetagen und Geschäftsleitungen zu erarbeiten.

Das bedeutet aber, die eigene Presseabteilungsnische zu verlassen, Position zu beziehen und gegebenenfalls auf Konfrontation zu gehen. Niemand wird der Kommunikation freiwillig mehr Verantwortung im Unternehmen geben, denn das bedeutet, diese anderswo wegzunehmen.

Die fachliche Diskussion und der argumentative Rückenwind hierfür müssen jedoch vom Verband und der Branche insgesamt ausgehen. Diese müssen den Führungsanspruch formulieren, Argumente liefern und in eine breitere Öffentlichkeit tragen. Der Kommunikationskongress hätte ein idealer und vor allem relevanter Ausgangspunkt sein können. Noch ist es aber nicht zu spät, damit zu beginnen.

 

In eigener Sache:

Dass ein solcher Schritt gelingen kann, habe ich selbst damals in meiner Rolle als Mitglied der Geschäftsleitung bei Danone erleben dürfen: In meiner Verantwortung lagen die Unternehmensbereiche Kommunikation, Nachhaltigkeit, Qualität und Recht – und damit Ressorts, die eine wesentliche strategische Bedeutung für Ansehen und Reputation des Unternehmens haben.

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