Hier ist Caja!

1. Hintergrundinfos: Wie bist du zu der Entscheidung gekommen, dass du in dieser Form wieder einsteigen möchtest (abgesehen davon, dass man Geld zum Leben braucht) – also wieder in die Agentur (ist ja schon stressig und unvorhersehbar manchmal) und auch die Anzahl deiner Stunden (fast Vollzeit), … → bitte sieh das nicht judgy, “weil du die Mutter bist” – im Gegenteil, einen Mann würde ich dasselbe fragen. Ihr seid zu zweit und irgendwie muss es ja aufgeteilt werden. Arbeitet dein Mann auch 75%?
Während meines ersten Agentur-Praktikums zwischen meinem Bachelor- und Masterstudium hat sich für mich klar herausgestellt, dass ich mich in einem dynamischen und kreativen Arbeitsumfeld am wohlsten fühle und das die Art ist, wie ich meinen Berufsalltag gestalten möchte. Mir ist wichtig, nicht auf bestimmte Positonen oder Aufgaben festgelegt zu sein. Im Job möchte ich mich meinen persönlichen Interessen und Stärken entsprechend einbringen können. Bei der Wahl, wo ich arbeiten möchte habe ich mich schon immer auf beim Bauchgefühl verlassen (können). Verantwortung und Herausforderungen sind für mich wichtig, um beruflich aufgehen zu können und das hat auch einen positiven Effekt auf meine Rollen im privaten Umfeld. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, nach meiner ersten und jetzt auch zweiten Elternzeit mit einer hohen Stundenanzahl auf Agenturseite einzusteigen. Ich sehe meine berufliche Rolle nicht als etwas, das ich an Stunden messe und „abarbeite“ und meine Kinder nicht als eine Aufgabe, die ich mir mit meinem Mann „aufteile“. Alles gehört zusammen und macht meinen Alltag aus. Ich fühle mich sehr wohl damit und freue mich sehr, einen Ausgleich zum Arbeitsleben zu haben und auch, einen Ausgleich zum Familienleben zu haben.

2. Warum rlvnt?
Wir beschäftigen uns bei rlvnt mit sehr vielen unterschiedlichen und auch anspruchsvollen Themen und Kunden, das ist mit unter das Spannendste an unserem Berufsfeld. Ausschlaggebend war aber tatsächlich das erste Kennenlernen mit Kathy und Matthias. Die beiden sind mir sehr wertschätzend und auf Augenhöhe begegnet. Kathy und Matthias haben mir eine Rolle angeboten, ohne in Frage zu stellen, ob ich das mit meinem familiären Hintergrund (zwei Kinder, frisch aus der Elternzeit) leisten kann sondern die Bewertung dessen mir überlassen. Das ist heute leider noch keine gelebte Selbstverständlichkeit.
3. Welche Herausforderungen meisterst du tagtäglich? Ist es schwierig, alles unter einen Hut zu bekommen?
Ich glaube, zwei Punkte sind entscheidend: 1. Das Arbeitsumfeld und die Organisation im Team und 2. Das eigene Mindset. Wichtig ist eine sinnvolle Rollen- und Aufgabenverteilung mit klaren Absprachen im Team. Ergänzend dazu bringen es gewisse Rollen aber auch mit sich, dass man auch außerhalb der „Kernarbeitszeiten“ Zeit für den Job aufbringt. Dazu muss man bereit sein. Ich fühle mich damit tatsächlich sehr wohl. Natürlich gibt es auch Tage, da läuft es mal nicht ideal, bzw. nicht „nach Plan“. Das so hinzunehmen und das Beste draus zu machen ist sicherlich eine Fähigkeit, die man erst mit der Zeit lernt.

4. Wie gehen wir aus deiner Sicht damit um?
Im rlvnt Team bin ich die erste Kollegin, die flexibel arbeitet und zu gewissen Zeiten nur schwer erreichbar ist. Ich erfahre von allen Kolleg:innen sehr viel Wertschätzung für meine Arbeit und wie ich meine Rolle und Aufgabe erfülle. Das finde ich wirklich besonders und zeigt den guten Teamgedanken, den wir haben.